DER PINGUIN MEINES LEBENS
Ein Film mit dem großen Charme englischen Understatements – ironisch-witzige Unterhaltung mit klarer politischer Haltung. Argentinien in den 70ern – politisch gefährliche Zeiten.

© Tobis Film – Lucia Faraig
Er ist ein mürrischer, sehr englischer Englischlehrer, der in den 1970ern in Buenos Aires neu auf diesem Jungeninternat erscheint. Aufsässige Schüler viel zu reicher Eltern. Sozusagen zufällig bricht vor den Toren des Internats der Militärputsch gegen Isabel Perón aus. Man hört von Verhaftungen und Folter. Militärmusik auf allen Sendern. Nicht nur das College wird eine Woche geschlossen, die Demokratie auch. Also macht unser Lehrer Kurzurlaub in Uruguay. Da läuft ihm ein Pinguin zu... Er wird ihn als treuen Freund auf seiner Terrasse leben lassen. Und im Unterricht stellt er ihn, zurück in Argentinien, jetzt vorne hin, neben sich vor die Klasse. Mit großem Erfolg. Eine Metapher für blinde Gefolgschaft? Wäre diesem äußerst klug-witzigen Film zuzutrauen. Der Mann seiner Haushälterin wird verhaftet und er macht Bekanntschaft mit der Junta. „Sag mal“, sagt einer, „wohnt Josef Mengele hier nicht irgendwo um die Ecke?“ (MK)
SPIELZEITEN
Do 11. Juni // 17.30 Uhr
Fr 19. Juni // 20.00 Uhr
LÄNGE 110 Min.
Regie: Peter Cattaneo
Drehbuch: Jeff Pope
nach dem Buch von Tom Michell
mit Steve Coogan, Vivian El Jaber, Björn Gustafsson
Spanien, Großbritannien
Dt. Fassung
FSK ab 6 Jahren
